Get e-book Krieg in Jugoslawien - Kampf der Kulturen oder Nationenbildungsprozess? (German Edition)

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Comparative and Evolutionary Perspectives. The System of Modern Societies. Aktuell ist das Thema vor allem deshalb, well es sich in Deutschland und Europa angesichts der Aufhebung politisch-militfirischer und 6konomischer Grenzen in den letzten Jahren zeigt, dab dies keineswegs das Ende aller Grenzziehungen, Abgrenzungen und Ausgrenzungen bedeutet. Diese sind freilich oft nicht weniger politisch und 6konomisch motiviert, gewaltsam und folgenreich. Alte - far iaberholt gehaltene- Formen und Vorstellungen von Grenzen tauchen wieder auf und flihren zu neuen Grenzziehungspraktiken.

Daraus folgt: Grenzen und Grenzgebiete stehen nicht nur von ihrem Gegenstand h e r - sozusagen per definitionem- am Rande. Eine historische Sichtweise, die sich vom Rande und von den Grenzen sozialer, kultureller und politischer Gebilde und Prozesse auf diese selbst richtet, k6nnte far die Untersuchung ihrer Bedeutungen, ihrer Praxis und ihrer Funktionen in mancher Hinsicht aufschluBreicher sein als eine aufs Zentrum fixierte Perspektive.

Edith Rosenzweig, Berlin , S. Die Sozialwissenschaften vor dem Problem des Kulturvergleichs, Hrsg. W e l t k r i e g - dem Thema Grenzen kaum oder wenig zugewandt. Gerhard - er war im iabrigen nach der Riackkehr aus der Emigration der Leiter des neuzeitlichen Bereichs des Max-Planck-Instituts fiar Geschicht e - hat in seinem Aufsatz die klassische Frontier-Hypothese des amerikanischen Historikers Frederick Jackson Turner 7 als Vergleichsbasis zugrundegelegt.

In einem weitgespannten Vergleich der Entwicklungen in Nordamerika seit dem Freilich bewaltigt dieser Band das Thema auf eine nur ,,begrenzte" Weise. Grenzen werden hier 0berwiegend als politische Grenzen vorgestellt. Hervorzuheben ist freilich ein Beitrag von Hans Dietrich Schultz, der sich mit den h0chst wandelbaren Vorstellungen deutscher Geographen von Deutschlands ,,Mittellage" und deren angeblich ,,natUrlichen" Grenzen auseinandersetzt H.


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Schultz, Deutschlands ,,natOrliche" Grenzen, ebda. Bemerkenswert erscheint auch, dab die Beschaftigung mit Grenzen und Grenzbildungsprozessen nach in der Mediavistik, z. Beitrage zur Geschichtsforschung. Fernand Braudel, der verstorbene Nestor der Annales-Schule, hat in zwei Schliasselkapiteln seines nachgelassenen Werks ,,L'identit6 de la France" die Fragestellungen und Einsichten seines Mentors Febvre aufgenommen und weitergefahrt 9.


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Interessanterweise rackt Braudel, obwohl er seinen Ausgang ja vor allem von der Wirtschaftsgeschichte und der Geographie genommen hat, Grenzen gerade auch als kulturelle mentale Konstruktionen in den Blick. Peter Sch0ttler, Frankfurt , bes. Raum und Geschichte, Stuttgart , Kap. Seit dem Jahrhundert schiebt sich der Gebrauch des Wortes ,,fronti6re" in den Vordergrund. Eine fronti6re des Febvre geht tiber die reine Begriffsgeschichte hinaus. Andererseits wurde hier die politische Herstellung, ja ,,Machbarkeit" des Raums betont. Erst seit dem Ausgang des Obendrein wird sie zu einer moralischen Grenze fronti6re , die sich rasch mit allem HaB, aller Rachsucht und allen Schrecken belud, die in Frankreich und im Ausland vonder FranzOsischen Revolution hervorgerufen wurden.

Jahrhundert verbunden sind. Von ,,Frontieren und Grentzen desz Reychs" ist die Rede oder davon, ,,wie uns Gott den Ttircken an die Grentz geschickt hat", aber auch, tibertragen, davon, dab der Mensch, die kleine Welt, der groBen 12Ebda. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland" Hrsg. Stuttgart Hanns Bachtold-Staubli, Bd. Oder schlieBlich im Jahrhundert davon, dab ,,die Liebe Noch im Jahrhundert dagegen herrschte ein Begriff der Grenze vor, der nicht auf die Bedeutung einer militfirisch-politisch gesicherten Linie konzentriert war, sondem der vielmehr auf einen Raum sowohl ,,diesseits wie jenseits der Scheide-Linie ''17 verwies.

Grenze wurde synonym mit ,,Marck" und ,,Landmarken" gebraucht, entsprechend der Wortbedeutung von ,,Gebiet"; freilich waren auch hier ,,Markierung" und rechtlich symbolische Abgrenzung zumeist mitgedacht, Konnotationen, welche auch das ursprttngliche mittelalterliche Bedeumngsspektrum des Wortes ,,Marck" i. Wie zahlreiche Belege zeigen, wurde der Begriff der Grenze tiberhaupt erst seit dem Doch diese ,,Einfahrung" des Wortes auf breiter Basis in die Literatur und Umgangssprache ist nicht mit seinem sprachgeschichtlichen Ursprung gleichzusetzen.

Granica-Graniz wurde, in der Bedeutung schwankend zwischen Grenzzeichen und Grenzlinie, nicht aber Grenzzone oder ,,Marck" im Sinne von Grenzgebiet, in Urkunden zur Regelung von Grenzstreitigkeiten und Landteilungen im EinfluBgebiet des deutschen Ordens in der Rechtssprache eingebiirgert, um von dort zu einem weitverbreiteten Begriff der deutschen Sprache zu werden.

Ahnlich erscheint vor allem ein zunehmendes territoriales Grenzliniendenken im Jahrhundert, hinzuweisen. Jahrhundert auf. Sie bezog auch die transzendentale ,,Grenziiberschreimng" in das Denken der Grenze mit ein und entwickelte den Begriff der Grenzen philosophisch weiter. Kants in den ,,Prolegomena zu einer jeden kiinftigen Metaphysik" getroffene Grundunterscheidung zwischen ,,Schranke" und ,,Grenze" stellt einen solchen Versuch dar. Kant unterscheidet hier zwischen ,,Schranke" als einem auf Erfahrung und Sinneserscheinungen bezogenen Verstandesbegriff, der in nur negativeinschrfinkender Weise die endliche Gre eines Raums bestimmt, und ,,Grenze" als einen auf die ,,Grenzbestimmung der reinen Vernunft" gerichteten Beaus dem Grenzraum Forschungen und Quellen zur Kirchen- und Kulturgeschichte Ostdeutschlands 9 , KOln , bes.

Gustav Berthold Volz, Bd. Nora Hrsg. Vorlander Philosophische Bibliothek 40 , Leipzig. Diese Ebene der erkenntnistheoretischen Grundlegung soll im folgenden nicht weiter verfolgt werden Hier ist vor allem der Argumentationszusammenhang der politischen Sozialgeschichte interessant, der auf das Feld der ,,Erscheinungen" eingeschrfinkt bleibt. Dabei ist festzustellen, dab im deutschen Sprachbereich bereits irn Jahrhundert bei Reformatoren und Humanisten eine Wendung des Grenzbegriffs zum Sprachlichen und Kulturellen erfolgte, so etwa in Sebastian Miansters ,,Cosmographia" yon , wo auch die Streitfrage der Grenzen zwischen politischen Herrschaftsbereichen nach MaBgabe der Verbreitung des Gebrauchs einer bestimmten Sprache diskutiert und entschieden wird.

Jahrhunderts annahm.

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Diese Diskussion war zwar staatsfern, aber keineswegs unpolitisch. Als wesentliche Grenzen galten ftir diese Auffassung nicht herrschaftlich-territoriale, ,,politische" Grenzen oder gar ,,natiarliche" Grenzen, sondern vielmehr die ,,inneren", sprachlich-kulturell und ethnisch bestimmten Grenzen.

Einige Kernsfitze aus Fichtes ,,Reden an die deutsche Nation! Joachim Ritter, Bd. Beschreibung alter Lender Basel Sie sind von beklemmender Akmalitfit, insofem sie auf eine folgenreiche Form und Ideologie von ,,Grenze" und ,,Abgrenzung" gegen Fremdes im deutschen Sprachbereich hinweisen: ,,Zuv6rderst und vor allen Dingen - Die ersten, urspranglichen und wahrhaft natarlichen Grenzen der Staaten sind ohne Zweifel ihre innern Grenzen.

Aus dieser innern, durch die geistige Natur des Menschen selbst gezogenen Grenze ergibt sich erst die fiugere Begrenzung der Wohnsitze, als die Folge von jener; und in der nattirlichen Ansicht der Dinge sind [es] keineswegs die Menschen, welche innerhalb gewisser Berge und Fltisse wohnen, um deswillen Ein Volk [existiert], sondern umgekehrt wohnen die Menschen beisammen, und wenn ihr Gliick es so geftigt hat, durch Fltisse und Berge gedeckt, weil sie schon frtiher durch ein weit hOheres Naturgesetz Ein Volk waren. Goethes Forderung nach Weltliteratur als einem Modell fiir den grenziiberschreitenden ,,freien geistigen Handelsverkehr ''28 unterschiedlichster Nationen: ,,Aber freilich, wenn wir Deutschen nicht aus dem engen Kreise unserer eigenen Umgebung hinausblicken, so kommen wir gar zu leicht in diesen pedantischen Dtinkel.

Ich sehe mich daher gerne bei fremden Nationen um und rate jedem, es auch seinerseits zu tun. Nationalliteratur will jetzt nicht viel sagen, die Epoche der Weltliteratur ist an der Zeit, und jeder mul3 jetzt dazu wirken, diese Epoche zu beschleunigen. Erich Trunz , Hamburg S. Gerade aufgrund dieses diskursgeschictitlichen Einstiegs iaberwog bei Lucien Febvre, wie gezeigt wurde, der zentrierende Blick auf den Staat und die staatlichen Akteure.

Dieses Leitbild yon der alleinigen grenzsetzenden und grenzbestimmenden Rolle zentralstaatlicher Agenturen im ProzeB der neuzeitlichen Staats- und Nationsbildung ist neuerdings in einer Reihe von Arbeiten in Frage gestellt worden.

Grenzsoziologie

The Making of France and Spain in the Pyrenees ''31 hier ausfahrlicher vorgestellt und hervorgehoben: Sahlins Buch ist eine Lokalstudie und zugleich mehr als dies. Jahrhundert und aus dieser Perspektive auch den ProzeB der neuzeitlichen Staats- und Nationenbildung, an dem diese Grenzgesellschaft in spezifischer Weise teilhatte. Diese Landschaft geh0rte bis zum Fritz Bergemann, Leipzig S. Jahrhundert, G0ttingen , Kap. Schulze Hrsg.

R0del Hrsg. Jahrhundert abgeschlossen wurde. Grenzbildung spielte sich hier vielmehr als ein jahrhundertelanger Vorgang ab, in dem nicht nur die staatlichen Institutionen und ihre 6rtlichen Vertreter, sondern auch die lokalen Gesellschaften selbst eine wesentliche Rolle spielten. Erst im Im Frieden des So reichte z. Als diese Kapelle auf staatlichen Druck hin aufgehoben wurde, war der Widerstand der Bevtilkertmg gegen diese ,,administrative Gallifizierung" S. Die Situation an der Grenze entsprach im Gleichwohl blieb die Bestimmung der Grenze um die Mitte des Jahrhunderts, wie Sahlins in eindringlichen Kapiteln zeigt vor allem Kap.

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Der interessanteste Befund von Sahlins Studie dtirfte vielmehr darin bestehen, dab er zeigt, wie sich der fftihneuzeitliche und neuzeitliche ProzeB der Staats- und Nationsbildung vom Jahrhundert in dieser Grenzregion als ein durchaus zweibahniger ProzeB abspielte. Ihm zufolge entstanden die Staaten und Nationen in der Neuzeit in einem ProzeB, der seinen Ausgang von den politischen Zentren nahm und sich von dort aus nach auBen fortsetzte und in diesem Verlauf auch marginale Gruppen und periphere Zonen durch kulturelle und institutionelle ,,Assimilati- 32 Sigmund Freud, Das Unbehagen in der Kultur, in: ders.

Die Ergebnisse von Sahlins Untersuchung laufen auf eine Kritik solch ,,zentristischer" Vorstellungen des Prozesses der Staats- und Nationenbildung hinaus. Gezeigt wird, wie Staat und Nation seit der Friihen Neuzeit in einem Prozef5 der longue dur6e an der Grenze ,,gemacht", aber vor Ort auch gestaltet wurden.